Liebe Schüler:innen, Eltern, Lehrer:innen und Interessierte,

es muss nicht gleich eine rechtsextremistische Unterwanderung einer Freien (Waldorf) Schule sein. Dennoch erscheint der sehr nachdenklich stimmende sachliche Beitrag des WDR zum Thema sehenswert: „Wenn Rechtsextremisten freie Schulen unterwandern“.

In diesem Filmbeitrag berichten Menschen über Erfahrungen, die nicht wenige Schüler:innen, Eltern und Lehrer:innen an unserer Waldorfschule in Weimar machen oder gemacht haben. Selbst wenn man ein Mitschwingen von rechtsextremen, völkischen, rassistischen und homophoben Wellen nicht gleich zu sehen vermag, sind es antidemokratisch-sektirerische Ansätze und auch diese begleitende autokratisch-paternalistische Machtstrukturen, die sich über konkrete Akteur:innen in den vergangenen Jahren eingeschlichen und verfestigt haben. Ansätze zu denen man über eine speziellen, eng am Wortlaut geführte und den historischen Kontext ausblendende  – „reaktionäre“ – Rezeption Rudolf Steiners, kommt.

Keine Angst, hier folgt jetzt kein Proseminar zu „Grundlagen der ideologischen Interpretationen der Dreigliederung auf dem Gebiet des Schulwesens nach Rudolf Steiner“; wohl aber der Hinweis, dass es unter anderem in Schulpost, Elternbriefen und Schreiben an die Mitglieder des Trägervereins durchweg um einseitige Informationen von Vorstand, Geschäftsführung und einigen intransparent arbeitende Gremien geht, die genau diese Entwicklung belegen.

Deren Arbeits- und Handlungsweisen werden gebetsmühlenhaft auf der Grundlage einer durch „pädagogische Freiheit“ getragenen schulischen Selbstverwaltung legitimiert, die besorgniserregend in der Argumentation und in den Ergebnissen diese reaktionäre Rezeption der vom „freien Geistesleben“ getragenen Schule verkörpert.

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