#SystemWaldorfschuleWeimar: Über Jahre wurden Schüler:innen Opfer und Betroffene von psychischer und physischer Gewalt, begangen von Lehrer:innen. Bis heute gibt es ungeklärte Vorwürfe. Zwei Jahre Herunterspielen, Vertuschen und Ausgrenzen der Opfer. Jetzt will man sich für eine Kurskorrektur – wieder ohne Beteiligung der Opfer und Betroffenen – nocheinmal zwei Jahre geben. Täter:innen und verantwortlicher Vorstand und Geschäftsleitung bleiben. Man nennt dies interne Aufarbeitung und Blick nach vorn – für Opfer und Betroffenen klingt das nicht nur wie eine Verhöhnung.

Am Ende wird die Landespolitik kurzfristig zu entscheiden haben, ob ein Schulträger die notwendige Zuverlässigkeit für die uneingeschränkte Fortführung eines mit Steuermitteln finanzierten Schulbetriebs hat, in dem es ihm bereits seit fast drei Jahren auch durch den „Rauswurf“ von Opfern, Betroffenen sowie Kritiker:innen aus der Schule und dem Verein gelungen ist, nichts zu verändern.

Fast wie erwartet, einen Ausschluss der Freien Waldorfschule Weimar e. V. aus dem Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) als Dachverband von 254 Waldorfschulen in Deutschland wird es nicht geben. Selbst nicht ein bedingtes Aussetzen der Mitgliedschaft als sichtbares Zeichen für die, um die es hier eigentlich gehen sollte, die Opfer und Betroffenen mit Gewalterfahrungen an der Schule. Nein, man will, nachdem fast drei Jahre praktisch nichts in Richtung Aufarbeitung geschehen ist, der Schule zwei weitere Jahre geben.

Am 1. Juni 2021 teilte der Bundesvorstand des BdFWS gegenüber dem Staatlichen Schulamt Mittelthüringen mit, man werde “im Sinne der Kinder […] und hochmotivierten Elternhäuser und auch im Sinne der Lehrkräfte, die sich jeden Tag dafür einsetzen, dass Waldorfschule Weimar gelingt“, hier einen „sauberen Prozess“ mitgestalten. Das Ausschlussverfahren sei damit noch nicht aufgehoben, heißt es weiter, dazu seien noch einzelne verbindliche Absprachen nötig, die zwischen dem Bundesvorstand und „dem Vorstand der Schule zurzeit vereinbart“ würden.

Allein dieser Satz macht die Opfer und Betroffenen in der Arbeitsgemeinschaft von (ehemaligen) Eltern und Vereinsmitgliedern (AG) fassungslos. Immerhin hat man den Brief „irgendwie“ erhalten. Adressat war man nicht. Das wundert auch nicht, denn mit den Mitgliedern der AG, jedenfalls mit denen, die der Vereinsvorstand durch Kündigungen und Ausschluss bereits losgeworden ist, hat man auch vom BdFWS bis heute nicht gesprochen.
Das Staatliche Schulamt gibt nun seinen Bericht zur Umsetzung seiner Auflagen durch die Schule gegenüber dem zuständigen Bildungsministerium ab. Es wird spannend.

Wird man jetzt endlich etwas dazu sagen, dass jeder der vielleicht angeschobenen innerschulischen Veränderungsprozesse die Aufarbeitung des an Schüler:innen und ihren Familien begangenen Unrechts zum Gegenstand haben muss? Wird man, wie die Arbeitsgemeinschaft von (ehemaligen) Eltern und Vereinsmitgliedern (AG), zu dem Ergebnis kommen, dass nur eine sofortige Neubesetzung des Vorstands des Schulträgervereins, die Abberufung seiner Geschäftsführung und das strukturelle Ende für das über Jahre gewachsene „Netzwerk der wirtschaftlich-sozialen Abhängigkeiten“ zwischen Kollegium-Schulleitung und Teilen der Eltern zu Veränderungen an der Schule führen können?
Wird man eine Satzungsänderung für einen Neustart mit einer transparenten Selbstverwaltung, mit klaren Regelungen für eine Mitbestimmung auch von Schüler:innen und Eltern, vor allem aber eine unabhängige Schulsozialarbeit, Konzepte zur Gewaltprävention und den Kinderschutz einfordern?

Bis heute hat es keine extern begleitete Aufarbeitung der von Lehrer:innen an Schüler:innen verübten Gewalt sowie von Gewaltvorwürfen gegeben.
Entgegen den Erklärungen der Schulleitung und des BdFWS gab es kein Zusammenwirken mit Opfern und Betroffenen, keine Einbindung des Jugendamtes oder ausgewiesener lokaler bzw. regionaler Beratungsstellen.

Noch hält sich eine autokratische Führungsgruppe als Vorstand und Geschäftsführung an der Schule, der es immer wieder gelingt, die Dimensionen ihres schulschädigenden Verhaltens vor allem gegenüber neu hinzukommenden Familien zu verbergen. Da nutzt es auch nichts, wenn man einen ehemaligen Geschäftsführer aus dem Ruhestand zurückholt und die Geschäftsleitung von satzungsgemäß einer/einem GeschäftsführerIn auf vier Personen aufbläht.

Vorstand und Geschäftsleitung schaffen es weiterhin durch Desinformation der Schulgemeinschaft, Druck bei Kritik von Elternvertreter:innen sowie durch Schul- und Vereinsrauswürfe ein Klima der Angst und Verunsicherung aufrecht zu erhalten. So wird in der Regel geschwiegen. Das autokratische Vorgehen des gewählten Vorstands und die fehlende Kraft und Bereitschaft diesen nach den Vorkommissen der letzten Monate zum Rücktritt aufzufordern oder sofort abzuwählen, zeigt dass dem Trägerverein und hier der verantwortlichen Mitgliederversammlung die Kraft, vor allem aber die Mehrheiten fehlen. Man spielt auf Zeit, die pandemische Ausnahmesituation kann hier zudem als Argument vorgeschoben werden. Die Opfer und Betroffenen sind fast alle nicht mehr an der Schule und die, die als Engagierte nachkommen, haben (noch) keine negativen Erfahrungen mit dem autokratisch-paternalistischen und im Wesentlichen auf wirtschaftlich-sozialen Abhängigkeiten beruhenden System der Waldorfschule Weimar gemacht. Jedenfalls verstehen sie sich nicht mehr zwingend als Unterstützer:innen der „Ehemaligen“.

Die Mechanismen und vor allem die Verhaltensweisen der Schulverantwortlichen sind charakteristisch für das Verhältnis von Täter:innen zu Opfern und insoweit der Antidiskriminierungs- und Präventionsarbeit in keiner Weise fremd. Daher verwundert es, wenn zum Ist-Stand entsprechende Bewertungen in dem Schreiben des BdFWS vom 1. Juni 2021 an das Staatliche Schulamt fehlen und Ursachenzusammenhänge nicht klar benannt werden.

So wird trotz der Maßnahmenaufzählung des BdFWS etwa zur Akkreditierung „einer Vertrauensperson in allen wesentlichen Vereins-, Personal- und Schulführungsangelegenheiten“, zur Einrichtung einer temporären Ombudsstelle „als Ansprechpartner für die Aufarbeitung“, der „begonnenen Arbeit an den Leitungsstrukturen“ nicht einmal ansatzweise ersichtlich, was dies inhaltlich bedeutet. Vor allem aber bleibt unklar, auf wen, welchen Zeitraum und Inhalt sich die Feststellung bezieht, man sei der Ansicht „nun endlich in eine Verabredung zu kommen, wie die Waldorfschule Weimar nach innen und außen den Vorwürfen aus der Vergangenheit angemessen gerecht wird […]“.

Abgesehen davon, dass es ein Schlag ins Gesicht der Opfer ist, die unstreitig tatsächlich von Gewalt betroffen waren, wenn hier wiederum nur von Vorwürfen gesprochen wird, kann es mit Blick auf die Zuverlässigkeit eines Schulträgers weder für die Schulaufsicht noch für den hier den finanziellen Rahmen schaffenden Landtag ausreichend sein, dass der Weg zur Aufarbeitung von Gewalttaten und Vorwürfen nicht einmal ansatzweise beschrieben wird.
So heißt es zu diesem Punkt nur, dass die Weiterentwicklung des Gewaltpräventionskonzeptes „nachweislich in Arbeit“ ist und Schulleitung und Vorstand hier – noch immer – „an einer Zeitschiene“ für einen Verhaltenskodex an der Schule arbeiten. Dies dürfte kaum als ausreichend angesehen werden, um irgendeinen substanziellen Hinweis auf eine positive Entwicklung zu sehen.
Auf 1 ½ Seiten wird für die kurz angerissenen vorgenannten Tätigkeitsbereiche in keiner Weise dargestellt, ob, neben dem extern von der Schule beauftragten Kommunikations- und Krisenmanagement für die „Leitungsstrukturen“ andere qualifizierte Dienst- und Beratungsleistungen in Anspruch genommen werden sollen. Dass die „Vertrauensperson in allen wesentlichen Vereins-, Personal- und Schulführungsangelegenheiten“ zugleich auch noch (temporär) die Ombudsstelle der Schule darstellen soll, ist fachlich abzulehnen. Hierzu bedarf es aufgrund der sich aufdrängenden Interessenkollisionen keiner weiteren Ausführungen. Seitens staatlicher Stellen, wird hierauf sicherlich hinzuweisen sein.

Es bleibt ebenfalls völlig unklar, inwieweit die Mitgliederversammlung des Schulträgers als Hauptorgan in das gesamte Krisenmanagement eingebunden ist.
Vielmehr muss dem Schreiben des BdFWS entnommen werden, dass man die Belassung des Namens „Freie Waldorfschule“ nicht an die Forderung auf Rücktritt oder Abwahl des Vorstands und der Abberufung die Geschäftsführung geknüpft hat. Dabei musste sich bei fachlicher Bewertung geradezu aufdrängen, dass diese Gremien nicht Teil der Lösung, sondern ein wesentlicher Teil des Problems sind.

Dies gilt schon deshalb, weil eine Reform eines autokratischen Systems mit den Täter:innen und den sie unterstützenden oder deckenden Stellen allein nicht zu machen ist. Hierfür sprechen auch die aktuellen krisenhaften Entwicklungen, die sich wohl nur noch gegenüber Leichtgläubigen und Überzeugungstäter:innen verbergen lassen. Umso mehr wundert es, wenn nach einer Presseerklärung der Schule vom 19. Mai. 2021 der Leiter des Staatlichen Schulamtes sogar erklärt haben soll, „die Schule sei auf einem guten Weg“.

Selbst wenn man die circa 15 Lehrer:innen und Hortner:innen zunächst ausblendet, die man als Corona-Leugner:innen mit zum Teil demokratie-feindlichen Äußerungen und trotz aller öffentlichen Erklärungen des BdFWS, „man werde diese in den eigenen Reihen nicht dulden“, auf Demonstrationen als Teilnehmer:innen und teilweise als Redner:innen sieht. Auch wenn das Schulamt vielleicht nicht sehen muss, dass die Schulleitung die geforderte Schulsozialarbeit, die einer besonderen Vertrauensstellung und Selbständigkeit bedarf, einem Angestellten übertragen hat, der selbst ein Kind an der Schule hat, ist auch dort sicherlich zu fragen, ob ein Schulträgerverein weiter die gesetzlich geforderte Zuverlässigkeit besitzt, wenn aufgrund des Weggehens von Lehrer:innen fast nur noch solche bleiben, die keine Waldorfschule oder keine andere Schule mehr beschäftigen würde oder dürfte, weil sie aufgrund des Fehlens entsprechender Qualifikationen bzw. Fächerkombinationen die jungen Menschen nicht zu staatlich anerkannten Bildungsabschlüssen führen können.

Seit dem kritischen Offenen Brief vom 12. Dezember 2019 haben etwa 40 Kinder die Weimarer Waldorfschule verlassen, davon 22 gänzlich ohne Abschluss. Gerade in Thüringen war es gemeinsames Ziel der Schulrechtsreform, junge Menschen nicht ohne Schulabschluss in das Leben zu entlassen. Warum freie Träger weiter als zuverlässig gelten können, wenn sie in größerem Maßstab eine Abschlusslosigkeit in Kauf nehmen, ist nicht zu vermitteln, dass man hier auf einem guten Weg sei, noch weniger.

In diesen Tagen kann davon ausgegangen werden, dass bis zu 11 Schüler:innen der 10. Klasse die Weimarer Waldorfschule verlassen wollen. Es ist die Klasse, in der 2020 bereits 5 Schüler:innen im Zusammenhang mit der Kritik an der Aufarbeitung der Gewalttaten und -vorwürfe gekündigt wurde bzw. deren Eltern gekündigt haben. Daneben gibt es etwa 10 weitere wechselwillige Familien aus der Ober- als auch der Unter-/Mittelstufe. Viele wollen sich nicht oder erst äußern, wenn ein Wechsel gelingt. Man befürchtet teilweise Repressionen. Der Druck auf Eltern und Schüler:innen ist enorm, weil es immer wieder dazu kommt, dass Schüler:innen die Schule gänzlich ohne Abschluss verlassen.

In der 10. Klasse wiederholt sich zugleich, was man lange in anderen Klassen noch vertuschen konnte. Im Jahr 2020 gaben offensichtlich fünf Lehrer:innen auf; zwei weitere in diesem Jahr. Wer qualifiziert ist, verlässt die Schule. Der Umkehrschluss zeichnet eine verheerende Entwicklung für das weitere Absinken des Unterrichtsniveaus in am Ende wichtigen Prüfungsfächern. Was die Absetzbewegungen für die Schüler:innen insbesondere in der Prüfungsvorbereitung bedeuten, liegt auf der Hand. In der 10. Klasse ist es ein Oberstufenlehrer, der zum Realschulabschluss führen sollte. Er hat hingeworfen. Ausschlaggebend zuletzt wohl der verantwortungslose und in Teilen demokratiefeindliche Umgang mit den Coronabestimmungen an der Schule. Auf sein Angebot, die Klasse noch bis zum Ende zu führen, um dann gehen zu können, ließ sich die Schulleitung zu Lasten der betroffenen Schüler:innen nicht ein. Es folgte deshalb sogleich ein fristgerechter Wechsel an eine staatliche Schule. Andere qualifizierte gut ausgebildete Lehrer:innen kommen nicht nach. Die Waldorfschule in Weimar gilt schon länger als verbrannt. Leidtragende sind vor allem die Schüler:innen und einige Lehrer:innen, die versuchen zu retten, was zu retten ist.

Was, fragt man sich nicht nur in der AG, hat diese Entwicklung mit einem zuverlässigen Schulträger zu tun, wie ist dieser auf einem „guten Weg“? Intransparenz nach außen und autokratischer Paternalismus nach innen, haben bislang das #SystemWaldorfWeimar erhalten. Bereits zwei Jahre wird hingehalten und ausgesessen. Wieviel Schaden braucht es noch, damit aus Forderungen und Ankündigungen insbesondere der Schulaufsicht sichtbare Konsequenzen werden?

Schulen in freier Trägerschaft sollen und können die Bildungslandschaft vielfältig bereichern. Sie haben aber auch einen staatlichen Bildungsauftrag. Dafür erhalten sie Steuermittel – jedoch nicht für die Schaffung „exterritorialer Freiräume zu Gunsten von (demokratiefeindlichen) esoterisch-autoritären Lebensplanungen“.

Eine transparente satzungsrechtliche und vor allem personelle Kurskorrektur wurde zuletzt im Januar 2021 von der AG eingefordert und als Antrag der Mitgliederversammlung vorgelegt. Der Antrag wurde jedoch nicht einmal zur weiteren Behandlung von Vorstand und Sitzungsleitung aufgerufen. Desinformation zur AG, die schulöffentliche Maßregelung und Ausgrenzung sowie der Vereinsrauswurf waren für Teile ihrer Mitglieder die Folge. Hier wird man sich wohl noch vor Gericht sehen müssen, auch wenn der Gerichtstermin vom Vorstand bereits durch einen Verlegungsantrag weiter verzögert wurde. Denn trotz aller Bekenntnisse gibt es kein Zugehen auf die Betroffenen. Warum auch, wo es doch an jeglicher Unrechtseinsicht fehlt? Schuld sind immer „die anderen“. Man wird sehen, ob die jetzt als Begleiter:innen vom BdFWS genannten Personen zu Gesprächen mit der AG bereit sind.

Die AG fordert hier Transparenz und Offenheit zumal ihr konstruktive Gespräche mit anderen Vereinsmitgliedern, insbesondere den vom Vorstand innerhalb von wenigen Wochen aufgenommenen angeblich rund 50 Neumitgliedern, nicht möglich sind, da der Vereinsvorstand mit absurder Begründung den eigenen Mitgliedern keine aktuelle Mitgliederliste aushändigt. Auch hier wird es wohl noch zu einer gerichtlichen Klärung kommen müssen.

Der vom Vorstand durch sein Verhalten gezielt unterbundene unmittelbare Kontakt mit anderen Vereinsmitgliedern behindert die Wahrnehmung der Gestaltungs- und Mitwirkungsrechte. Die zugleich erfolgte Kanalisierung eines schulinternen Austausches über eine vom Vorstand überstürzt eingerichtete Schul-Cloud belegt mehr als nachdrücklich einen autokratischen Kontrollzwang.

Schlimmer bleibt aktuell aber, dass Schüler:innen um ihre staatlichen Abschlüsse bangen müssen. Schon deshalb muss die Kurskorrektur nach Auffassung der AG sofort eingeleitet werden. Sie fordert eine Interimsleitung, da der Schulträgerverein nicht mehr als zuverlässig bezeichnet werden kann.
Auch der BdFWS muss sich hier im Interesse eines seriösen und leistungsfähigen anthroposophischen Schulangebotes an seinen eigenen öffentlichen Erklärungen messen lassen. Insoweit wäre es konsequent, der Schule jetzt den Namen zu entziehen, den sie bei Änderung der Satzung und personeller Neuaufstellung zurückerhalten kann.
Vom Land bleibt in Erfüllung seiner gesetzlichen und sozialen Verpflichtungen zu erwarten, dass der Schule für das Jahr 2022 durch entsprechende Bescheide deutlich gemacht wird, dass ohne eine Kurskorrektur aufgrund bestehender Zweifel an der Zuverlässigkeit der Zuschuss von rund 2,3 Mio. EUR nicht ausgezahlt werden kann.

Aus der Sicht der AG ist dies alles mehr als ein Trauerspiel. Vieles hätte schon geändert werden können, wären die Prozesse nicht so schleppend und Zuständigkeiten eindeutig und transparent bestimmt. Der Umgang mit zivilgesellschaftlichen Akteure:innen im Spannungsfeld Verein/Vereinsrecht und Schule/ Schulrecht bedarf hier einer zusätzlichen Überprüfung.

Bis heute fehlt die Einbindung der Opfer und Betroffenen in eine professionelle Aufarbeitung der Gewalttaten und der Gewaltvorwürfe an der Schule. Der Verweis auf nicht vorgesehene Beteiligungsverfahren, die fehlende Einbeziehung von externen Expert:innen, etwa vom Kinder- und Jugendschutzdienst, sind aus der Opfer- und Betroffenenperspektive nicht hilfreich. Zumal zu befürchten ist, dass allein durch das aktuelle personelle Desaster die Aufarbeitung der Gewalttaten an der Schule noch weiter nach hinten rückt, obwohl beides zusammen zu betrachten ist. So belegt der beabsichtigte Weggang von Schüler:innen und der Abschied eines weiteren Lehrers:

Nichts ist auf einem guten Weg – im Gegenteil.