„Sehen – Erkennen – Handel“ – Präsentation zum Kinderschutz an Schulen der LAG Kinder und Jugendschutz Thüringen e. V. vom 13.01.2020 auf Einladung des Elternrates der Freien Waldorfschule Weimar im Januar 2020. Der Elternrat unterstützte das Anliegen unsere Elterninitiative ein Kinderschutzkonzept an unserer Schule zu erarbeiten und bot dem Kollegium seine Mitarbeit an. Dieses Angebot wurde nicht angenommen.

Hier eine kurze Inhaltsübersicht:

Begriffsklärungen S. 4-24

  • Kindeswohl/Kindeswohlgefährdung S. 4-9
  • Gründe, warum Gewalt verborgen bleibt S. 13
  • Wie wirkt sich Gewalt auf Kinder aus? S. 14

Gesetzliche Rahmenbedingungen S. 26-34

  • Thüringer Gesetz über Schulen in freier Trägerschaft (ThürSchG) S. 32

Schutzraum Schule S. 34-40

  • Kinderschutz als schulische Aufgabe S. 34
  • Welche Bestandteile haben Schutzkonzepte? S. 38-39

Aufarbeitung S. 43-50

  • Warum hat es so lange gedauert, bis diese [Gewalttaten] ans Licht der Öffentlichkeit kamen? S. 46
  • Was gehört zu einer nachhaltigen Aufarbeitung?

1. Respekt und Achtsamkeit gegenüber den Betroffenen und ihre Partizipation
2. Eine unabhängige Aufarbeitung (juristisch und sozialwissenschaftlich)
3. Aufarbeitung ist ein Prozess, der nie abgeschlossen sein kann
4. Identifikation der strukturellen Ursachen für Gewalt und Missbrauch
5. Glaubwürdige Übernahme der Verantwortung
6. Eindeutige Regelungen der Unterstützungsleistungen für Betroffene
7. Organisationsanalyse und –entwicklung als Konsequenz der Risikoanalyse
8. Personalentwicklung und Qualifizierung
9. Schaffung von Beschwerdemöglichkeiten (Ombudsstelle)
10. Ein gelebtes Präventions- und Schutzkonzept

S. 50

Prävention S. 53-55

  • Entwicklung und Implementierung eines gelebten Präventionskonzepts mit folgenden Elementen… S. 53
  • Gelingende Prävention ist…

… prozesshaft (kontinuierliche Weiterentwicklung)
… verbindlich
(zuverlässige Überprüfungsstrategien)
… partizipativ
(Beteiligung von SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften)
… systemisch
(Berücksichtigung aller Organisationsebenen)
… transparent
(offen gegenüber externen Instanzen, Fachkräften, Kulturen…)
… differenziert
(Berücksichtigung verschiedener Gefährdungs-konstellationen)
… geschlechtssensibel

S. 54